Wir bleiben dran: Kundgebung in Meßstetten am Samstag

Mehrere Monate lang schickte sich die NPD an, das Waldhorn, eine Gaststätte in Meßstetten-Bueloch auf der Schwäbischen Alb zu kaufen. Nun hat der Verkäufer kurz vor knapp einen Notartermin platzen lassen und hat angekündigt, in Privatinsolvenz zu gehen. Die Immobilie geht also zunächst nicht an die NPD, es ist aber denkbar, dass das Waldhorn in einigen Monaten im Zuge eine Zwangsversteigerung in faschistische Hände fällt. Deshalb wurde die ursprünglich für Sonntag angesetzte Demonstration in Meßstetten abgesagt.
Da am kommenden Sonntag ein Aufmarsch türkischer Faschisten in Stuttgart geplant ist, wogegen Aktionen geplant sind, findet die Kundgebung in Meßstetten nun am Samstag statt.

Treffpunkt ist am Samstag, den 26. September 2015 um 13 Uhr in Meßstetten im Ortsteil Bueloch.

Erstmal kein Nazizentrum in Meßstetten – Wir bleiben dran!

Konnte man vor einigen Tagen lediglich von einem erneuten Lippenbekenntnis des Verkäufers Niko Lustig ausgehen, scheint ein Verkauf der Gaststätte „Waldhorn“ in Meßstetten-Bueloch an die NPD vorerst vom Tisch zu sein. Seit Ende April gibt es Bestrebungen der NPD, vertreten durch Jan Zimmermann, dieses Haus zu kaufen um dort eine NPD-Landesgeschäftsstelle einzurichten. Dies wäre die Erste in Baden-Württemberg.
Niko Lustig hat angekündigt Privatinsolvenz anzumelden. Das bedeutet, dass sämtliche Vermögensgegenstände – also hauptsächlich das „Waldhorn“ – nun der Insolvenzverwaltung unterstehen. Dies wird wahrscheinlich zu einer Zwangsversteigerung der Immobilie führen. Es besteht also weiterhin die Gefahr , dass die NPD die Gaststätte erwirbt.
Das heißt aber auch, dass wir uns erst in geraumer Zeit sicher sein können ob diese an die NPD fällt.

Ausgehend von dieser veränderten Sachlage, sehen wir zunächst von einer Demonstration am 27. September in Meßstetten ab. Die aktuelle Situation zeigt jedoch, dass wir aufmerksam bleiben müssen, schließlich könnten wir uns nach wie vor mit einer NPD-Landesgeschäftsstelle in Meßstetten konfrontiert sehen. Ein Nazizentrum stellt ein wichtiges strukturelles Element für Faschisten dar. Es ermöglicht Schulungen, Konzerte, Versammlungen, kurz gesagt: eine neue politische Heimat für regionale sowie überregionale Rechte. Das wäre nicht nur ein Problem für die Region Zollern-Alb, sondern würde eine Stärkung der Naziszene in ganz Baden-Württemberg bedeuten.

Vielfältige antifaschistische Kräfte widmen sich dieser Problematik schon seit mehreren Monaten und werden dies angesichts der jetzigen Lage natürlich auch weiterhin tun. Es ist selbstverständlich dagegen antifaschistischen Protest zu organisieren – entschlossen und kontinuierlich. Dies erfordert auch die jeweilige Protestform den aktuellen Entwicklungen anzupassen. Daher werden wir am 27. September nicht in Meßstetten demonstrieren. Mit einer Kundgebung wollen wir Präsenz zeigen, in der Absicht über die immer noch gegebene Gefahr der NPD zu informieren, uns klar gegen rassistische Hetze zu positionieren und auf die Proteste gegen den NPD-Parteitag in Weinheim am 21./22. November zu mobilisieren!

Alle Antifaschist*innen, die diese Ziele teilen, sind herzlich eingeladen, an dieser Kundgebung teilzunehmen! Weitere Infos zu ORT und ZEIT folgen!

Kein Nazizentrum in Meßstetten!

Gegen die geplante NPD-Landesgeschäftsstelle auf der Schwäbischen Alb
Faschistische Infrastruktur bekämpfen!

Seit mehreren Monaten plant die Nazipartei NPD, den Kauf einer Immobilie in Meßstetten-Bueloch. Ziel ist, die Errichtung einer Landesgeschäftsstelle samt Schulungszentrum und Veranstaltungsräumlichkeiten. Meßstetten soll damit, laut eigener Aussage, das „Zentrum der Partei“ werden. Das Gasthaus „Waldhorn“ wäre demnach die einzige NPD-Immobilie im Ländle.
Das am Ortsrand gelegene Gasthaus liegt keine zehn Gehminuten von der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge entfernt und das in der aktuellen Situation, in der es fast täglich zu Brandanschlägen gegen Flüchtlingsunterkünfte und rassistischen Ausschreitungen kommt. Mit Meßstetten hätte die NPD erstmals seit Jahren in Baden-Württemberg wieder einen festen Sitz und eine Immobilie, um ihre Strukturen zu stärken und ihre menschenverachtende Ideologie in die Tat umzusetzen. (mehr…)